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 branchenbuch.ch | Baugewerbe: Hlt der Boom an?

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Es fehlen die Fachkrfte.
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Freitag, 28. Juni 2019 / 15:59:57

Baugewerbe: Hlt der Boom an?

Seit Jahren freut sich das Baugewerbe ber stetig starke Wachstumszahlen. Wie in kaum einer anderen Branche war es mglich, von einer ra der vollen Auftragsbcher zu profitieren, welche viele Firmen zu Erweiterungen veranlassten. Doch wird es auch in Zukunft mglich sein, auf einen solchen Aufschwung zu setzen? Wir blicken auf die verschiedenen Indikatoren der aktuellen Lage.

Die Auswirkungen der Zinspolitik

Entscheidend fr viele neue Jobvertrge und positive finanzielle Aussichten sind aktuell die Auswirkungen der niedrigen Zinsen. Die schweizerische Zentralbank reguliert diese seit Jahren mit usserster Strenge, was fr die Sparer auf der einen Seite keine allzu positiven Auswirkungen hat. Profiteure sind wiederum Kreditnehmer, die ihren Traum von den eigenen vier Wnden mit der Hilfe von Fremdkapital verwirklichen mchten. Fr sie ist die Finanzierung so gnstig zu erreichen, wie seit vielen Jahren nicht mehr. Entsprechend gross ist die Zahl der Bauherren, die nun in dieser Phase in grossem Stil investieren und dadurch den Grundstein fr die wohnliche Zukunft legen mchte.

Eine sprunghafte Erhhung der Zinsen ist bis dato nicht in Sicht. Auch dieser Umstand spricht dafr, dass sich die Baubranche in den nchsten Jahren ihrer Auftrge sicher sein kann. Gleichsam hngt der weitere Erfolg sehr direkt davon ab, ob weiterhin gnstiges Kapital zur Verfgung steht, welches fr eigene Zwecke eingesetzt werden kann.

Gestiegene Kosten des Rohbaus

Wer die Dienste der Branche heute fr sich in Anspruch nehmen mchte, braucht in vielen Regionen der Schweiz bereits ein Stck Glck. Denn die Baufirmen haben die Gelegenheit, sich die Projekte auszusuchen und sind nicht dazu gezwungen, jede Offerte zu bernehmen. Daraus ergibt sich ein neuer Konkurrenzkampf der Branche, welcher zumindest im Bereich des Rohbaus bereits seine deutlichen Spuren hinterlsst. Heute ist bereits mehr Kapital notwendig, um eine Baufirma mit diesem Projekt beauftragen zu knnen. Zumindest ein Teil der Ersparnisse, die durch die Zinslage eingestrichen werden knnen, geht auf diese Art und Weise wieder verloren.

Gleichsam verteuerte sich der Bau noch nicht in jeglicher Hinsicht. Nach wie vor kann etwa der Innenausbau zu gnstigen Konditionen durchgefhrt werden. Viele Bauherren nutzen zudem die Mglichkeit, selbst Hand anzulegen. Die Kosten reduzieren sich in diesem Fall allein auf das eingesetzte Material. Hochwertige Markenprodukte, wie zum Beispiel Neuffer Fenster + Tren, sind jedoch zu einem guten Verhltnis von Preis und Leistung zu haben.

Bauherren haben Geld wie nie zuvor

Doch nicht nur die Finanzwelt ist dafr verantwortlich, dass in diesen Tagen die Finanzierung des Eigenheims in der Schweiz auf sicheren Beinen steht. Auf der anderen Seite verfgen die Bauherren be mehr Kapital, als noch in den vergangenen Jahren. Das Bruttoinlandsprodukt belief sich zuletzt auf 678,9 Milliarden US-Dollar, die Tendenz zeigt weiter nach oben. Unter diesen Voraussetzungen kann sich die Baubranche auch in Zukunft ber ansehnliche Einknfte freuen, welche die Prosperitt der Zeit deutlich unter Beweis zu stellen vermgen.

Es fehlen die Fachkrfte

In Anbetracht der vollen Auftragsbcher und den Anfragen von Kunden, die schon gar nicht mehr aufgenommen werden knnen, scheint die Situation der Bauunternehmen rosig zu sein. Tatschlich offenbart der Arbeitsmarkt ein grosses Potenzial in diesem Bereich. Fr ausgebildete Fachkrfte stehen die Chancen sehr gut, einen Job nach den eigenen Vorstellungen zu erhalten und sich dort ein sicheres Auskommen zu erarbeiten. Dies offenbart bereits der Blick auf die vielen offenen Stellenanzeigen, die schon in den letzten Jahren kaum mehr bedient werden konnten.

Auf der anderen Seite haben viele Firmen schon nicht mehr die Mglichkeit, ihre eigenen Ideen der Expansion in die Tat umzusetzen. Denn whrend genug Kapital vorhanden wre, um diese Ansprche zu bedienen, so fehlt es in der Praxis doch an Personal, das die Lcken fllen knnte. Immer mehr junge Menschen in der Schweiz entscheiden sich fr eine akademische Laufbahn. Die handwerkliche Schiene bekommt besonders auf dem gering angesehenen Bau ein Personalproblem, das sich aller Voraussicht nach nicht so leicht fllen lsst. Selbst die gestiegene Quote der Einwanderung ndert nichts daran, dass viele Unternehmer nicht dazu in der Lage sind, ihre angestrebte Politik auf dieser Grundlage in die Tat umzusetzen.

Dabei wurde der Schatz der angewendeten Strategien schon lngst erweitert. Inzwischen sind Firmen in den sozialen Medien aktiv, um fr die eigene Sache zu werben und die Vorteile des eigenen Unternehmens in den Vordergrund zu rcken. Doch selbst diese doch so offensive Annherung an die jngere Zielgruppe reichte bis heute nicht aus, um die Tendenz in die andere Richtung zu lenken. So positiv die Aussichten also fr diejenigen sind, die sich derzeit auf der Suche nach einer neuen beruflichen Aufgabe befinden, so wichtig ist es fr Arbeitgeber, sich aktiv um neues Personal zu bemhen, um jene Lcken schliessen zu knnen, welche die Branche aktuell stark in Anspruch nehmen und deren problematischen Auswirkungen noch immer nicht bezwungen sind.

Positive Aussichten

In Anbetracht der derzeitigen wirtschaftlichen Entwicklung ist es sehr wahrscheinlich, dass die Baubranche auch in den nchsten Jahren auf eine so sichere Grundlage blicken kann. Schon heute liegen in den meisten Betriebe mehr Auftrge vor, als insgesamt bearbeitet werden knnen. In dieser Gemengelage haben Unternehmen die Mglichkeit, die eigene Politik der Expansion noch lnger fortzusetzen. Zugleich ist klar, dass die nchste Phase der Rezession diesen Wnschen einen Abbruch tun knnte und die finanziellen Mglichkeiten sich dann womglich in ihr Gegenteil verkehren. Fr den Moment des wirtschaftlich anhaltenden Hhenflugs ist es jedoch nicht notwendig, sich mit diesem Szenario zu befassen.

Quelle: pd